Fighter Fuel Shigeri

 


Fighter Fuel Shigeri – rote Früchte + Kiwi + Eis = Perfektion

Vorweg: Fighter Fuel Shigeri wurde von mir selbst gekauft. Es besteht keine Kooperation mit Hersteller oder Händler. Dieser Test gibt ausschließlich meine persönlichen Geschmackseindrücke und Erfahrungen wieder.

Wie schreibt man einen objektiven Test über sein Lieblingsliquid?

Bei Shigeri fällt es mir tatsächlich schwer, einen nüchternen Test zu schreiben.

Mittlerweile habe ich weit über 100 verschiedene Liquids probiert und getestet. Und irgendwie ist man dabei immer auf der Suche nach dem nächsten Liquid, das vielleicht noch ein bisschen besser ist.

Natürlich ist Geschmack vollkommen subjektiv.

Aber für mich persönlich gibt es mittlerweile zwei ziemlich eindeutige Referenzen:

Wenn es um Dessert geht, ist Kapka’s The Barber Drunken Pudding mein König der Vanillearomen.

Und wenn es um ein kaltes Fruchtliquid geht?

Fighter Fuel Shigeri.

Für mich bislang unerreicht.

Schon die Farbe ist ein Hingucker

Blau ist meine Lieblingsfarbe.

Und Shigeri ist blau.

Nicht irgendwie leicht bläulich, sondern ein richtig schönes, tiefes, leuchtendes Blau, das gerade in einem Glastank oder transparenten Pod ziemlich spektakulär aussieht.

Braucht Shigeri diese Farbe?

Überhaupt nicht.

Geschmacklich hat dieses Liquid keinerlei optische Unterstützung nötig.

Für mich ist die Farbe deshalb eher das i-Tüpfelchen auf einem Liquid, das mich geschmacklich ohnehin vollkommen überzeugt.

Süß. Sauer. Kalt.

Wenn ich Shigeri mit drei Worten beschreiben müsste, wären es diese:

Süß. Sauer. Kalt.

Und alle drei Komponenten sind deutlich vorhanden.

Dabei schafft Shigeri für mich etwas, das längst nicht jedes intensive Liquid hinbekommt: Es zeigt unterschiedliche Facetten, ohne dass eine davon das komplette Geschmackserlebnis dauerhaft übernimmt.

Da ist Süße.

Da ist Säure.

Da ist eine sehr deutliche Kälte.

Und da ist vor allem jede Menge Frucht.

Rote Früchte und Kiwi – aber als Gesamtkomposition

Shigeri wird als fruchtige Kombination verschiedener Komponenten angeboten. Für mich persönlich funktioniert das Liquid allerdings weniger über einzelne Früchte.

Ich sitze beim Dampfen nicht da und zerlege jeden Zug in:

Jetzt diese Frucht. Jetzt Kiwi. Jetzt die nächste.

Ich bekomme vielmehr einen intensiven Fruchtmix, aber kein pappsüßes Bonbon.

Die einzelnen Bestandteile verschmelzen für mich zu einer Gesamtkomposition. Und genau so gefällt mir Shigeri.

Ich muss die einzelnen Früchte gar nicht isoliert herausschmecken können.

Denn das Gesamtbild stimmt.

Süße, Säure und Intensität – für mich passt hier einfach alles zusammen.

Und dann kommt die Kälte

Über einen Punkt müssen wir bei Shigeri allerdings reden.

Dieses Liquid ist nicht einfach nur ein bisschen kühl.

Shigeri ist kalt.

Und je nachdem, wie man es dampft, kann daraus auch richtig kalt werden.

Wer Cooling grundsätzlich nicht mag, kann diesen Test an dieser Stelle eigentlich beenden.

Shigeri wird euch vermutlich nicht bekehren.

Die Kälte ist kein kleines zusätzliches Detail dieses Liquids. Sie gehört fest zum Charakter.

Man muss sie mögen.

Vom ersten Moment an ist Shigeri da

Shigeri braucht für mich keinen langen Zug, um sich aufzubauen.

Sobald der Dampf in den Mund-Rachen-Raum kommt, passiert etwas.

Huiiiii – jetzt wird’s schattig.

Die Kühle ist beim Einatmen praktisch sofort da.

Beim Übergang zum Ausatmen verändert sich das Verhältnis. Jetzt tritt der Fruchtmix deutlicher hervor und nimmt der anfänglichen Kälte ein wenig die Dominanz.

Und genau dieses Wechselspiel gefällt mir.

Einatmen: Kälte.

Ausatmen: Frucht. Süße. Säure. Und aus kalt, wird ein kühles Lüftchen.

Das Ganze wirkt für mich trotzdem nicht wie zwei voneinander getrennte Geschmackserlebnisse.

Es gehört zusammen.

Kalt – aber niemals nur kalt

Und genau hier liegt für mich eine der größten Stärken von Shigeri.

Bei manchen sehr kalten Liquids passiert irgendwann etwas, das mich stört:

Man schmeckt eigentlich nur noch Kälte.

Das Cooling überdeckt den eigentlichen Geschmack und von den Früchten bleibt irgendwann nicht mehr besonders viel übrig.

Shigeri macht das für mich anders.

Es kann verdammt kalt werden. Im RDL- und insbesondere im DL-Bereich reden wir nicht mehr über ein bisschen Frische.

Bis hin zum ausgewachsenen Brainfreeze-Gefühl ist alles möglich.

Aber:

Shigeri bleibt für mich immer Frucht.

Es ist Frucht und Kälte.

Nicht erst das eine und dann nur noch das andere.

Die Intensität des Coolings steigt, aber der eigentliche Geschmack verschwindet für mich nicht dahinter.

Und genau das macht den Unterschied.

Von 11 Watt MTL bis 50 Watt DL

Ähnlich wie mein geliebtes Drunken Pudding zeigt auch Shigeri eine enorme Bandbreite.

Ich kann es mit 11 Watt MTL im Pod-System dampfen und bekomme ein funktionierendes, intensives Liquid.

Ich kann aber genauso in Richtung 50 Watt DL im Verdampfer gehen.

Shigeri funktioniert für mich in beiden Welten.

Nur die Gewichtung verändert sich.

Und insbesondere die Kälte setzt irgendwann die natürliche Grenze.

Nicht das Aroma gibt auf.

Irgendwann muss vielmehr der Dampfer entscheiden, wie viel Kälte er noch haben möchte.

Mein Sweet Spot: RDL

Am liebsten dampfe ich Shigeri RDL im Pod-System wie zum Beispiel einer Vaporesso Luxe XR Max.

Hier liegt für mich der Sweet Spot.

Je nach verwendetem Pod, Coil und Gerät bewege ich mich ungefähr zwischen 24 und 38 Watt.

Und dort bekomme ich die volle Dröhnung von allem:

Frucht. Süße. Säure. Kälte. Intensität.

Für meinen Geschmack ist das genau der Bereich, in dem Shigeri seine Stärken besonders eindrucksvoll ausspielt.

Es ist intensiv, aber der Fruchtmix bleibt vollständig erhalten.

DL – nichts für Kälteanfänger

Natürlich habe ich Shigeri auch mit noch mehr Leistung probiert.

Im DL-Bereich gehe ich durchaus noch ein Stück darüber. Das funktioniert – aber daran muss man sich gewöhnen.

Gerade die ersten Züge können dann schon ziemlich eindrucksvoll ausfallen.

Wer bisher nur leicht gekühlte Fruchtliquids kennt, sollte vielleicht nicht unbedingt mit Shigeri bei hoher Leistung seinen Einstieg in die Welt der wirklich kalten Liquids feiern.

Denn hier kann Shigeri zeigen, was „Ice“ tatsächlich bedeuten kann.

Für mich bewegt sich die Kälte durchaus in einer Liga mit sehr deutlich gekühlten Liquids, wie man sie beispielsweise von Dr. Frost kennt.

Und trotzdem ein Allday?

Für mich eindeutig: Ja.

Das klingt vielleicht etwas widersprüchlich. Ein Liquid, das bis zum Brainfreeze gehen kann – und gleichzeitig alldaytauglich?

Für mich funktioniert genau das.

Denn trotz der enormen Intensität werde ich des eigentlichen Fruchtgeschmacks nicht überdrüssig.

Ich kann Shigeri immer wieder dampfen. Und gerade RDL ist es für mich eines dieser Liquids, bei denen ich irgendwann nicht mehr darüber nachdenke, ob ich jetzt etwas anderes in den Pod füllen möchte.

Mein Fazit

Es gibt Reviews, bei denen ich lange zwischen Stärken und Schwächen abwägen kann.

Bei Shigeri fällt mir das schwer.

Nicht weil das Liquid objektiv perfekt wäre – so etwas gibt es bei Geschmack ohnehin nicht. Sondern weil es für meinen persönlichen Geschmack verdammt nah an Perfektion herankommt.

Ich habe mittlerweile weit über 100 Liquids probiert und bin trotzdem immer noch auf der Suche nach etwas, das Shigeri in dieser Kategorie vom Thron stößt.

Bislang erfolglos.

Der Fruchtmix ist intensiv, süß und gleichzeitig angenehm säuerlich. Die einzelnen Früchte verschmelzen für mich zu einem Gesamtbild, bei dem ich überhaupt nicht das Bedürfnis habe, jede einzelne Komponente herauszuschmecken.

Dazu kommt eine Kälte, die von ordentlich frisch bis zum ausgewachsenen Brainfreeze reichen kann.

Und trotzdem verliert Shigeri für mich nie seinen eigentlichen Geschmack.

Es ist immer Frucht. Aber es ist eben auch immer kalt.

Das eine gehört zum anderen.

Deshalb gibt es für diesen Test eigentlich nur eine entscheidende Frage:

Magst du richtig kalte Liquids?

Wenn die Antwort Nein lautet, wird Shigeri vermutlich nichts für dich sein.

Wenn die Antwort aber ein deutliches Ja ist, dann zeigt dieses Liquid für mich, wie gut sich Frucht, Süße, Säure und massive Kälte miteinander verbinden lassen.

Für mich persönlich bleibt deshalb nur ein Fazit:

Rote Früchte + Kiwi + Eis = Perfektion.

Shigeri gibt es übrigens auch in leichten Abwandlungen, als "Lady Shigeri" in rosa und als "Bloody Shigeri" in rot. Die Abwandlungen sind jeweils nur leicht. Was habe ich natürlich probiert? - Klar, Purple Shigeri selbst gemischt und das ist ein echter Konkurrent zur Nummer 1. Dazu aber später an anderer Stelle mehr

Dieser Beitrag gibt meine persönlichen Geschmackseindrücke wieder. Geschmack und Wahrnehmung von Aromen sind individuell. Das getestete Liquid wurde von mir selbst gekauft.


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