KAPKA's Flava The Barber Drunken Pudding


 



Vorweg: Das Drunken Pudding wurde von mir selbst gekauft. Es besteht keine Kooperation mit Hersteller oder Händler. Dieser Test gibt ausschließlich meine persönlichen Geschmackseindrücke und Erfahrungen wieder.

Mein unumstrittener König der Vanillearomen

Ich liebe Vanillearomen. Und ich habe über die Zeit wirklich einiges in dieser Geschmacksrichtung gedampft.

Trotzdem gibt es für mich ein Liquid, das sich dauerhaft ganz oben festgesetzt hat:

Kapka’s The Barber Drunken Pudding.

Für mich ist und bleibt es der unumstrittene König der Vanillearomen.

Und das ist keine Einschätzung nach einer frisch geöffneten Flasche und ein paar Zügen. Drunken Pudding ist tatsächlich das einzige Liquid, das ich jeden einzelnen Tag dampfe.

Besonders gerne morgens zum Kaffee. Aber genauso gerne am Nachmittag, wenn es einfach etwas Süßes und Cremiges sein darf.

Selbst nach langer Zeit habe ich mich daran nicht sattgedampft.

Vanillepudding und Rum – eigentlich ganz einfach

Die Grundidee klingt zunächst gar nicht besonders kompliziert: süßer, cremiger Vanillepudding kombiniert mit Rum.

Aber genau die Umsetzung macht für mich den Unterschied.

Schon beim Einatmen entsteht auf der Zunge eine warme, angenehme Süße. Die Vanille ist sofort da: cremig, voll und deutlich süß – für mich genauso, wie ein Pudding sein muss.

Beim Ausatmen kommt der Rum ins Spiel.

Und genau hier beginnt für mich das eigentlich Faszinierende an Drunken Pudding.

Denn wie stark der Rum hervortritt und welches Verhältnis zwischen Vanille, Pudding und Rum entsteht, hängt erstaunlich stark davon ab, wie und worin ich das Liquid dampfe.

Zehn Geräte – gefühlt zehn verschiedene Liquids

Ich kenne kaum ein anderes Aroma, das so stark auf das verwendete Setup reagiert.

Gerät, Coil, Leistung, Airflow – alles verändert Drunken Pudding.

Dampft man es in zehn unterschiedlichen Geräten, kann man tatsächlich das Gefühl bekommen, zehn unterschiedliche Liquids vor sich zu haben.

Alle schmecken nach Drunken Pudding. Alle sind lecker. Aber sie sind unterschiedlich.

Mal dominiert der süße, cremige Vanillepudding. Mal wird der Rum wesentlich deutlicher. Mal wirkt das Ganze fein und zurückhaltend, mal schwer, dicht und geradezu üppig.

Und genau deshalb macht mir dieses Liquid nach wie vor so viel Spaß.

Drunken Pudding funktioniert für mich vom kleinen Pod-System bei etwa 10 Watt MTL bis hin zum RTA mit rund 50 Watt DL.

Aber man muss sein persönliches Setup finden.

Hat man das geschafft, ist Drunken Pudding für mich die pure Perfektion eines Liquids.

Taifun GT IVs bei 45 Watt – zurücklehnen und genießen

Eine meiner absoluten Lieblingskombinationen ist Drunken Pudding im Taifun GT IVs bei etwa 45 Watt.

Hier bekommt das Liquid richtig Raum.

Der GT IVs produziert einen dichten und angenehm warmen Dampf. Die süße, cremige Vanille bekommt entsprechend viel Volumen und gleichzeitig tritt beim Ausatmen der Rum deutlich hervor.

Für meinen Geschmack entsteht hier eine perfekte Symbiose aus Vanillepudding und Rum.

Keiner der beiden Bestandteile erschlägt den anderen. Die Vanille ist von Beginn an präsent, der Pudding bringt die schwere Cremigkeit und der Rum setzt beim Ausatmen einen wunderbaren Kontrapunkt.

Für mich ist das ein Setup zum Zurücklehnen und Genießen.

Diplomat RTA mit Duke-Glocke bei 18 Watt – die feine Seite

Dasselbe Liquid kann aber auch ganz anders.

Im Diplomat RTA mit Duke-Glocke bei etwa 18 Watt MTL zeigt Drunken Pudding eine wesentlich feinere Seite.

Auch hier bekomme ich diese warme Vanille, allerdings dezenter und weniger wuchtig als beim DL-Dampfen.

Beim Ausatmen gesellt sich der Rum nur ganz leicht dazu.

Und genau das gefällt mir ausgesprochen gut. Die Rum-Note nimmt der Süße etwas von ihrer Schwere, sodass man nicht einfach nur von süßem Vanillepudding erschlagen wird.

Die Grundidee des Liquids bleibt dieselbe – das Geschmackserlebnis ist trotzdem ein völlig anderes.

Aspire Pixo Max – MTL im Pod-System

Noch einmal anders verhält sich Drunken Pudding beispielsweise in einem Aspire Pixo Max.

Im MTL-Bereich eines Pod-Systems steht für mich der süße Vanillepudding deutlich stärker im Vordergrund.

Bei niedriger Leistung ist der Rum teilweise so dezent, dass man ihn kaum bewusst wahrnimmt. Er spielt hier eher im Hintergrund, während Vanille, Süße und Cremigkeit das Geschmackserlebnis bestimmen.

Erhöhe ich die Leistung in Richtung des oberen Bereichs des Pods, verändert sich das Bild.

Der Rum kommt zunehmend nach vorne.

Die enorme Süße bleibt allerdings erhalten.

Und dann gibt es noch eine weitere Grenze.

Was passiert bei zu viel Leistung?

Drunken Pudding reagiert für meinen Geschmack sehr deutlich auf Leistung.

Übertreibt man es, verändert sich der Geschmack in eine Richtung, die ich am ehesten mit zu starkem Karamellisieren vergleichen würde.

Man kennt es aus der Küche: Etwas soll karamellisieren, man lässt es einen Moment zu lange auf der Hitze – und plötzlich bekommt die eigentlich angenehme Süße eine leicht verbrannte Note.

Genau daran erinnert mich Drunken Pudding, wenn ich ihm im jeweiligen Setup zu viel Leistung zumute.

Das Interessante daran: Auch das zeigt wieder, wie sensibel dieses Liquid auf sein Umfeld reagiert.

Ein paar Watt mehr oder weniger können tatsächlich einen geschmacklichen Unterschied machen.

MTL, RDL oder DL? Für mich alles.

Normalerweise würde ich bei einem Liquid irgendwann sagen: Das gehört für mich eindeutig in einen MTL-Verdampfer. Oder: Das muss DL gedampft werden.

Bei Drunken Pudding kann ich das nicht.

MTL, RDL und DL funktionieren.

Bei niedriger Leistung bekomme ich einen anderen Drunken Pudding als bei hoher Leistung. Ein Pod interpretiert ihn anders als ein Selbstwickler. Und ein Diplomat wiederum anders als ein GT IVs.

Das Faszinierende daran ist für mich, dass keine dieser Varianten grundsätzlich falsch ist.

Es ist vielmehr eine Frage, welche Seite dieses Liquids man gerade erleben möchte.

Reifezeit – für mich mindestens zwei Wochen

Bei Drunken Pudding lohnt sich Geduld.

Meine persönliche Empfehlung lautet: mindestens zwei Wochen Reifezeit.

Und meiner Erfahrung nach kann man sogar sehen, wann sich etwas getan hat.

Das Liquid verändert mit der Zeit seine Farbe. Wenn es eine leicht goldene Färbung angenommen hat, ist für mich der Punkt erreicht, an dem Drunken Pudding richtig interessant wird.

Dann wirkt das Gesamtbild für meinen Geschmack runder und genau so, wie ich dieses Liquid haben möchte.

Deshalb würde ich eine frisch angemischte Flasche nicht vorschnell beurteilen.

Drunken Pudding darf bei mir reifen.

Süß, cremig, schwer – und trotzdem unglaublich vielseitig

Man sollte sich nichts vormachen: Wer keine süßen Liquids mag, wird mit Drunken Pudding wahrscheinlich nicht glücklich.

Dieses Liquid will kein zurückhaltender Hauch von Vanille sein.

Es ist süß. Es ist cremig. Es ist Pudding.

Und genau das erwarte ich davon.

Der Rum ist für mich dabei enorm wichtig, weil er dem Liquid eine zweite Ebene gibt. Je nach Setup ist er nur eine leichte Begleitung oder ein deutlich wahrnehmbarer Gegenspieler zur Süße.

Dadurch kann sich Drunken Pudding immer wieder neu präsentieren.

Mein Fazit

Ich könnte hier versuchen, möglichst nüchtern zu bleiben. Bei diesem Liquid funktioniert das aber nicht.

Ich liebe Drunken Pudding.

Es ist das einzige Liquid, das ich wirklich jeden Tag dampfe. Morgens zum Kaffee, am Nachmittag und immer wieder zwischendurch.

Vor allem kenne ich kein anderes Liquid, das für mich derart unterschiedlich auf Gerät, Coil, Airflow und Leistung reagiert und trotzdem in so vielen unterschiedlichen Setups hervorragend funktioniert.

Im Pod-System bekomme ich einen süßen und cremigen Vanillepudding, bei dem sich der Rum je nach Leistung eher zurückhält.

Im Diplomat mit Duke-Glocke wird die Komposition feiner und eleganter.

Und im GT IVs bei 45 Watt bekomme ich diese üppige Kombination aus warmem Vanillepudding, dichtem Dampf und Rum, bei der ich mich einfach zurücklehnen und genießen möchte.

Zehn Geräte – gefühlt zehn verschiedene Liquids.

Hat man aber erst einmal das Setup gefunden, das den eigenen Geschmack perfekt trifft, zeigt Drunken Pudding, was es kann.

Für mich ist das Ergebnis eindeutig:

Kapka’s The Barber Drunken Pudding ist und bleibt mein König der Vanillearomen.

Dieser Beitrag gibt meine persönlichen Geschmackseindrücke wieder. Geschmack und Wahrnehmung von Aromen sind individuell. Das getestete Liquid wurde von mir selbst gekauft.

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