Revoltage Aqua Berries

 


Revoltage Aqua Berries – Hate it or love it!

Transparenzhinweis:

Dieser Beitrag gibt meine persönlichen Geschmackseindrücke wieder. Geschmack und Wahrnehmung von Aromen sind individuell. Das getestete Liquid wurde mir auf der InterTabac kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Revoltage-Antwort auf Heisenberg?

Wer sich schon etwas länger mit Liquids beschäftigt, dürfte an einem Namen kaum vorbeigekommen sein: Heisenberg.

Aqua Berries ist für mich so etwas wie die Revoltage-Antwort darauf – oder vielleicht ist es auch genau andersherum.

Die genaue Verwandtschaft ist mir am Ende aber gar nicht so wichtig. Entscheidend ist: Beide spielen für mich ganz bewusst in derselben Nische.

Hate it or love it!

Das hier ist kein unauffälliges Mainstream-Liquid, das versucht, möglichst jedem zu gefallen. Aqua Berries hat einen eigenen Charakter – und entweder man kann damit etwas anfangen oder eben nicht.

Ich selbst bin beispielsweise überhaupt kein Heisenberg-Fan.

Aqua Berries dagegen mag ich ausgesprochen gerne.

Warum? Weil es für meinen Geschmack etwas salonfähiger mit dieser ungewöhnlichen Kombination umgeht.

Ich gebe es zu: Ich bin Revoltage-Fan

Bevor es um den Geschmack geht, muss ich bei diesem Test etwas offenlegen:

Ich habe ein besonderes Verhältnis zu Revoltage.

Mit Revoltage habe ich angefangen, wieder zu dampfen. Und Revoltage-Liquids haben mich irgendwann auf die Idee gebracht, sehr süße Liquids als eine Art „Ersatzschnucke“ zu verwenden.

Das hat für mich persönlich erstaunlich gut funktioniert.

Entsprechend verbinde ich mit der Marke mehr als einfach nur irgendeine Liquidserie.

Das heißt aber nicht, dass jeder meine Begeisterung teilen muss. Gerade bei Revoltage kann ich sehr gut verstehen, wenn jemand sagt:

„Das ist mir einfach zu süß.“

Die Aromen haben häufig ordentlich Druck.

Und genau deshalb überrascht mich Aqua Berries ein wenig.

Schon die Farbe fällt auf

Fangen wir mit etwas an, das überhaupt nichts mit Geschmack zu tun hat:

Aqua Berries sieht einfach schick aus.

Das Liquid besitzt eine ganz leichte hellblaue Färbung.

Gerade in einem Glastank oder transparenten Pod macht sich das meiner Meinung nach ausgesprochen gut. Natürlich sagt die Farbe überhaupt nichts über die Qualität eines Liquids aus – optisch gefällt mir Aqua Berries aber einfach.

Aqua Berries macht es einem nicht ganz so einfach

Bei vielen Revoltage-Aromen habe ich einen ziemlich eindeutigen Eindruck:

Ein Zug – und ich weiß, was ich dampfe.

Aqua Berries funktioniert für mich anders.

Beim ersten Zug bekomme ich zunächst eine leichte Kühle.

Auf der Zunge entsteht ein leichtes Prickeln. Nicht unangenehm und für mich auch nicht übertrieben kalt – aber deutlich wahrnehmbar.

Und dann?

Dann wird es interessanter.

Denn zumindest ich sitze nicht da und denke sofort:

„Ah, ganz eindeutig diese oder jene Beere.“

Das Liquid braucht einen Moment.

Beeren – aber welche eigentlich?

Erst weiter hinten am Gaumen entwickelt sich für mich das eigentliche Gesamtbild.

Frucht. Beeren. Etwas Anis. Dazu die Kühle.

Dabei kann ich aus dem Beerenmix keine einzelne Frucht wirklich eindeutig herausgreifen.

Und das stört mich überhaupt nicht.

Aqua Berries funktioniert für mich vielmehr als Gesamtkomposition. Ich schmecke einen Beerenmix, ohne ständig darüber nachzudenken, ob gerade Himbeere, Blaubeere oder irgendeine andere einzelne Frucht im Vordergrund steht.

Die Frucht ist für mich der Hauptdarsteller.

Und genau das bringt uns zum Anis.

Anis als Begleiter – nicht als Hauptdarsteller

Ich bin eigentlich kein großer Anis-Fan.

Und genau deshalb kann ich beispielsweise nur schwer nachvollziehen, wie manche Dampfer ein stark anisbetontes Liquid dauerhaft als Allday dampfen können.

Bei Aqua Berries ist das für mich anders.

Der Anis ist vorhanden. Er gehört ganz eindeutig zum Geschmacksbild.

Aber:

Der Anis begleitet die Frucht – nicht die Frucht den Anis.

Und genau diese Gewichtung macht den Unterschied.

Im Vergleich zu dem, was ich mit einem klassischen Heisenberg-Geschmacksprofil verbinde, empfinde ich Aqua Berries als fruchtiger und weniger aufdringlich.

Die Anisnote gibt dem Beerenmix diesen ungewöhnlichen Charakter, ohne für meinen Geschmack das komplette Liquid an sich zu reißen.

Das macht Aqua Berries für mich wesentlich angenehmer.

Kühle, Frucht und Anis

Wenn ich Aqua Berries auf drei Bestandteile reduzieren müsste, wären es genau diese:

Beerenmix – Kühle – Anis.

Die Kühle ist schon beim Einatmen präsent und sorgt für dieses leichte Prickeln auf der Zunge.

Die Frucht entwickelt sich anschließend deutlicher.

Und weiter hinten am Gaumen kommt die Anisnote dazu und komplettiert das Ganze.

Kein Bestandteil funktioniert für mich völlig isoliert.

Gerade das Zusammenspiel macht Aqua Berries interessant.

Ausgerechnet im RTA gefällt es mir besonders gut

Aqua Berries funktioniert natürlich im Pod-System. DAfür ist Revoltage meines Erachtens in erster Linie gemacht.

Meine persönliche Vorliebe ist hier aber tatsächlich der RTA.

Das hat einen interessanten Grund.

In einem Pod-System können Aromen teilweise extrem direkt und konzentriert auf mich wirken. Bei Aqua Berries brauche ich persönlich diese maximale Intensität gar nicht unbedingt.

Im RTA empfinde ich die einzelnen Bestandteile als etwas gebremster.

Und genau das tut diesem Liquid für meinen Geschmack gut.

Frucht, Kühle und Anis rücken etwas näher zusammen. Gerade die Anisnote wirkt für mich dadurch weniger aufdringlich und das Gesamtbild harmonischer.

Bei einem ohnehin sehr intensiven Liquid muss für mich nicht zwangsläufig noch mehr Intensität das Ziel sein.

Manchmal ist Balance wichtiger als maximale Aromendichte.

Aqua Berries ist für mich ein gutes Beispiel dafür.

Kein Liquid für jeden

Würde ich Aqua Berries jemandem empfehlen, der einfach nur ein unkompliziertes Beerenliquid sucht?

Eher nicht.

Dafür ist es zu eigenständig.

Wer Anis überhaupt nicht ausstehen kann, sollte ebenfalls wissen, worauf er sich einlässt. Auch wenn die Note für mich deutlich angenehmer eingebunden ist als bei vielen vergleichbaren Liquids, ist sie vorhanden.

Und wer mit kühlen Liquids grundsätzlich nichts anfangen kann, wird vermutlich ebenfalls nicht glücklich.

Aber genau das finde ich sympathisch.

Aqua Berries versucht gar nicht erst, jedem zu gefallen.

Mein Fazit

Revoltage Aqua Berries ist für mich ein Liquid aus der Kategorie:

Hate it or love it.

Und ich lande ziemlich eindeutig auf der Love-it-Seite.

Ich bekomme zunächst eine leichte Kühle und ein dezentes Prickeln auf der Zunge. Danach entwickelt sich ein fruchtiger Beerenmix, bei dem für mich keine einzelne Beere dominant heraussticht. Schließlich kommt die Anisnote hinzu und gibt dem Liquid seinen charakteristischen Abschluss.

Der entscheidende Punkt ist für mich die Gewichtung:

Frucht zuerst. Anis dahinter.

Nicht andersherum.

Wer ein gewöhnliches Beerenliquid sucht, findet genügend Alternativen.

Wer dagegen Lust auf etwas Eigenständiges hat und mit einem Hauch Anis und Kühle umgehen kann, bekommt mit Aqua Berries ein Liquid mit hohem Wiedererkennungswert.

Kein Mainstream. Kein Everybody’s Darling. Aber für mich gerade deshalb eines der interessantesten Revoltage-Liquids.

Dieser Beitrag gibt meine persönlichen Geschmackseindrücke wieder. Geschmack und Wahrnehmung von Aromen sind individuell. 

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