Aspire Pixo Aura 2 – mehr als nur ein Einsteigergerät
Als stolzer Besitzer einer Pixo Max war es für mich eigentlich nur logisch, dass ich auch die Pixo Aura 2 testen muss.
Schließlich funktioniert auch sie mit den Pixo Dual-Meshed-Pods, die für mich vor allem für eines stehen:
Hervorragenden Geschmack.
Die Aura 2 ist gewissermaßen die kleine Schwester der Pixo Max. Und die Verwandtschaft lässt sich schon auf den ersten Blick nicht leugnen.
Ein bisschen schmaler, ein bisschen kürzer, ein gutes Stück leichter – ansonsten erkennt man ziemlich schnell, zu welcher Familie sie gehört.
Technische Daten
Maße: 112,6 × 29,0 × 18,0 mm
Gewicht: ca. 56 g
Akku: fest integriert, 1.800 mAh
Leistung: bis 30 Watt, automatische Anpassung an den verwendeten Pod
Laden: USB-C, 5 V / 2 A
Tankvolumen: 3,0 ml
Befüllung: Side-Fill
Aktivierung: Zugautomatik
Airflow: stufenlos über seitlichen Slider einstellbar
Anzeige: Hidden-LED/Breathing Light für Betriebs- und Akkustatus
Pods: Pixo Single Meshed und Pixo Dual Meshed
Single Meshed: 0,4 / 0,6 / 1,0 / 1,2 Ohm
Dual Meshed: 0,4 / 0,6 Ohm
Einsatzbereich: MTL bis RDL/DL
Im Lieferumfang befindet sich neben der Aura 2 ein Pixo Dual-Meshed Pod mit 0,6 Ohm sowie die Bedienungsanleitung.
Einsteigergerät? Vom Preis vielleicht
Mit einer UVP von 16,95 Euro bewegt sich die Aura 2 preislich ganz klar in einer Region, in der man zunächst an ein klassisches Einsteigergerät denkt.
Und tatsächlich besinnt sie sich auf die wesentlichen Dinge.
Aufladen. Pod befüllen. Pod einsetzen. Airflow einstellen. Losdampfen.
Das war es im Grunde.
Kein Menü, durch das man sich arbeiten muss. Keine Leistung, die man zwingend einstellen muss. Kein großes Display.
Die Aura 2 erkennt den verwendeten Pod und passt die Leistung automatisch an.
Dazu gibt es eine kleine LED, die mich optisch ein wenig an eine Schneeflocke erinnert und unter anderem darüber informiert, wann die Aura 2 wieder an die Stromtankstelle muss.
Mehr braucht man zunächst nicht.
Aber genau da stellt sich für mich eine interessante Frage:
Braucht ein Pod-System überhaupt mehr?
Natürlich kann man mehr haben
Keine Frage: Für Spielratzen und Genießer, die wirklich jede Nuance aus ihrem Liquid herauskitzeln wollen, haben zusätzliche Einstellmöglichkeiten ihren Reiz.
Schöne, bunte Displays, Puffcounter, LED-Animationen, manuelle Leistungseinstellung und verschiedene Modi haben ihren Charme und definitiv auch ihre Daseinsberechtigung.
Ich mag so etwas selbst.
Aber wenn ich die Pixo Max und die Aura 2 nebeneinanderstelle und beide auf das reduziere, was für mich beim Dampfen letztlich entscheidend ist, bleiben zwei Dinge übrig:
Zuggefühl und Geschmack.
Und plötzlich stellt sich eine durchaus berechtigte Frage:
Warum rund 20 Euro mehr für die Max bezahlen?
Wo die Pixo Max trotzdem punktet
Natürlich bekommt man für das zusätzliche Geld auch etwas.
Die Max ist wertiger verarbeitet. Sie fühlt sich insgesamt hochwertiger an und hat beispielsweise einen gummierten Boden, durch den sie sicherer senkrecht stehen kann.
Und wer viel dampft, wird möglicherweise auch andere Anforderungen an Ausstattung und Bedienung stellen.
Das alles kann ein Argument für die Max sein.
Aber braucht man es zwingend?
Nach meinem Test der Aura 2 tendiere ich ziemlich deutlich zu:
Nein.
Denn Aspire hat bei diesem kleinen Gerät verdammt viel richtig gemacht.
Günstiger muss nicht billig wirken
Dass Hersteller zu ihren höher ausgestatteten Geräten irgendwann eine günstigere Variante anbieten, ist nichts Neues.
Ob die dann „Light“, „Mini“, „Aura“ oder sonst irgendwie heißt, lassen wir einmal dahingestellt.
Das Problem ist nur:
Nicht selten sieht und fühlt man diesen Geräten ihre Positionierung als Low-Budget-Version ziemlich deutlich an.
Bei der Pixo Aura 2 empfinde ich das nicht so.
Klar – sie erreicht nicht die Wertigkeit der Max.
Aber sie wirkt trotzdem wertig.
Und bei einem Gerät in dieser Preisklasse ist das für mich alles andere als selbstverständlich.
Und dann kommt der Geschmack
Hier kommen wir zu dem Punkt, der für mich ohnehin am wichtigsten ist.
Die Aura 2 schmeckt hervorragend.
Die Pixo-Pods haben mich schon in der Max überzeugt, und daran ändert sich in der Aura 2 nichts.
Gerade die Dual-Meshed-Pods liefern für mich einen intensiven und gleichzeitig detaillierten Geschmack.
Und genau deshalb wird aus einem vermeintlichen Einsteigergerät plötzlich ein Pod-System, bei dem ich mich frage, wie viel mehr ich im Alltag eigentlich brauche.
Von strengem MTL bis RDL
Auch beim Zuggefühl macht die Aura 2 für mich eine sehr gute Figur.
Die Pixo-Familie bietet eine erstaunlich große Range.
Mit der Airflow lässt sich das Gerät von einem wirklich strengen MTL-Zug bis hin zu RDL einstellen.
Damit ist die Aura 2 keineswegs nur für den klassischen Einsteiger gedacht, der einfach irgendeinen Pod einsetzen und losdampfen möchte.
Auch erfahrene Dampfer können sich hier ihr bevorzugtes Zugverhalten ziemlich genau einstellen.
Und das Zuggefühl selbst?
Klasse.
Welches Liquid funktioniert?
Bislang habe ich in den Pixo-Pods ehrlich gesagt noch kein Liquid gefunden, das mir darin nicht schmeckt.
Fruchtige Liquids funktionieren.
Süße Liquids funktionieren.
Dessert funktioniert.
MTL funktioniert.
RDL funktioniert.
Natürlich verändert sich der Charakter eines Liquids abhängig vom verwendeten Pod und Widerstand. Aber genau das macht die Pixo-Plattform für mich so vielseitig.
Mein Fazit
Die Aspire Pixo Aura 2 ist für mich ein schönes Beispiel dafür, dass „Einsteigergerät“ und „einfaches Gerät“ nicht dasselbe bedeuten müssen wie „schlechteres Gerät“.
Ja, sie ist günstig.
Ja, sie verzichtet auf Display, Puffcounter und jede Menge Einstellmöglichkeiten.
Und ja, die Pixo Max ist das wertigere und umfangreicher ausgestattete Gerät.
Aber sobald ich beide auf meine beiden wichtigsten Kriterien reduziere – Geschmack und Zuggefühl – wird der Abstand erstaunlich klein.
Und genau das macht die Aura 2 für mich so interessant.
Wer gerne Displays, Menüs und verschiedene Einstellmöglichkeiten hat, wird vermutlich weiterhin zur Max greifen.
Wer dagegen einfach einen Pod befüllen, einsetzen, die Airflow einstellen und richtig guten Geschmack haben möchte, bekommt mit der Aura 2 verdammt viel Gerät fürs Geld.
Deshalb kann ich beide Pixos empfehlen.
Die Max für diejenigen, die mehr Ausstattung und Spielmöglichkeiten möchten.
Und die Aura 2 für diejenigen, die sich fragen:
Brauche ich den ganzen Schnickschnack eigentlich?
Denn wenn die Antwort Nein lautet, ist die Aspire Pixo Aura 2 für mich deutlich mehr als nur ein Einsteigergerät.

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